Weisheitszähne – der Mythos um die Achter im Kiefer

Weisheitszähne Achter

Was hat es bei Weisheitszähnen mit den Achtern auf sich? Weisheitszähne befinden sich von vorne gezählt in der Regel an achter Stelle jeweils links und rechts im Oberkiefer und Unterkiefer am Ende der Zahnreihe, sodass man meist vier Weisheitszähne bekommt. Sie werden einfach oft nur Achter vom Zahnarzt genannt. Selten ist ein neunter Zahn im Kiefer angelegt, was aber in Einzelfällen durchaus vorkommen kann. 

Auch mehr als 4 Weisheitszähne sind schon entdeckt worden. So gab es bereits Fälle mit sechs, acht oder mehr Weisheitszähnen. Dabei fallen die zusätzlichen Exemplare meist deutlich kleiner aus. 

Die Anzahl der üblicherweise auf den Backenzähnen befindlichen Höcker variieren beim Weisheitszahn zwischen drei bis fünf. Die Weisheitszähne stammen noch aus der Zeit, als das menschliche Gebiss größer war und mehr Zähne zum Zerkleinern der Nahrung benötigt wurden. Sie kommen bei den meisten Menschen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren oder im erwachsenen Alter zum Vorschein. Das späte Erscheinen stellt den Bezug zum deutschen Namen „Weisheitszahn“ dar. Der medizinische Name dieses Zahns lautet „Dens sapiens“ (lateinisch= vernünftig, weise) oder „Dens serotinus“ (lateinisch = spät kommend). 

Zahnspangen und Weisheitszähne

Heutzutage wird besonderes Augenmerk auf strahlend weiße und gerade Zähne gelegt. Daher wird die Nachfrage nach Behandlungen mit unterschiedlichen Zahnspangen, wie hier bei Dentaly Zahnpflege erklärt, auch immer beliebter. Und entgegen allen Behauptungen können auch gesunde Weisheitszähne in die Behandlung mit eingeschlossen werden. Sind die Zähne komplett durchgebrochen und machen auch sonst keine Probleme, steht einer Behandlung mit einer Zahnspange auch mit Weisheitszähnen nichts im Wege. 

Bekommen alle Menschen Weisheitszähne?

Tatsächlich gibt es Menschen, die keine Weisheitszähne bekommen. Bei ihnen sind diese Zähne einfach nicht angelegt. Das kann übrigens auch für andere Zähne gelten und wird in der Medizin Hypodontie genannt. Hiervon sind etwa 20% der Menschheit betroffen. Zuweilen sind die Weisheitszähne zwar angelegt, brechen aber einfach nicht durch und bleiben im Kiefer versteckt. 

Muss sich jeder einer Weisheitszahn OP unterziehen?

Die weit verbreitete Meinung, Weisheitszähne hätten keine Funktion und müssten grundsätzlich entfernt werden, ist nicht korrekt. Sind Weisheitszähne ordentlich angelegt und brechen komplett durch, sind sie genauso nützliche Kauhilfen, wie der Rest der Zähne. Auch der Irrglaube, Weisheitszähne würden die anderen Zähne verschieben ist falsch. Haben Weisheitszähne genügend Platz und sind gerade und gänzlich durchgebrochen, sind sie nicht für das Verschieben der übrigen Zähne verantwortlich. Besteht also ausreichend Platz im Mund, ist der Weisheitszahn vollkommen durchgebrochen, nicht schräg verlagert und trifft im Gegenkiefer nicht störend auf einen anderen Zahn, muss er nicht gezogen werden.  

Wann sollte man zu einer Weisheitszahn OP gehen?

Alle Zähne verursachen Schmerzen, wenn wir sie bekommen. Egal ob als kleines Kind oder als Erwachsener. Daher sind die Schmerzen beim Durchbruch der Weisheitszähne ganz normal und kein Grund, diese zu entfernen. Geschwollenes Zahnfleisch, Schmerzen beim Kauen und Öffnen des Kiefers, das alles kann beim Durchbruch der Weisheitszähne auftreten. Es gibt schmerzlindernde Salben, die man sich von seinem Zahnarzt für diese Zeit verschreiben lassen kann. Es gibt allerdings auch Anzeichen dafür, dass ein Weisheitszahn gezogen werden muss. Nämlich dann, wenn der Weisheitszahn:

  • eine nicht charakteristische anatomische Form hat.
  • verkrümmte Wurzeln hat.
  • auf dem Röntgenbild einen Schieflage aufweist. 
  • nur zur Hälfte durchkommt (retiriert) und sich in den so entstehenden Zahnfleischkappen Bakterien sammeln und es zu dauerhaften Entzündungen kommt. 
  • von Karies betroffen ist. 

Müssen die Weisheitszähne immer in einer OP entfernt werden? 

Ob die Weisheitszähne einfach gezogen werden können oder in einer OP entfernt werden müssen ist davon abhängig, wie weit sie herausgewachsen sind. 

Auch ist es nicht immer zwingend notwendig, alle Weisheitszähne zu entfernen. Sind die Zähne gesund, stehen gerade im Kiefer und machen sonst keine Probleme und nur ein Exemplar ist kariös, dürfen die restlichen drei Zähne durchaus im Mund verbleiben. 

Sind die Weisheitszähne komplett durchgebrochen können sie wie jeder andere Zahn ganz einfach gezogen werden.  

Anders ist es, wenn die Zähne im Kiefer verborgen sind oder eine besondere Schieflage aufweisen. Dann ist der Eingriff natürlich aufwendiger und sollte von einem entsprechenden Chirurgen vorgenommen werden. Dazu bekommt man in der Regel eine Beratung und Überweisung von seinem behandelnden Zahnarzt. 

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Christoph Schulz

Wie viele andere, habe auch ich eine Weisheitszahn-OP hinter mir. Auf Weisheitszahn-OP.net möchte ich dir meine Erfahrungen schildern und dir mögliche Ängste nehmen. Die Inhalte habe ich mit den besten Zahnärzten und Kieferchirurgen aus Deutschland abgestimmt. Ich hoffe, dass dir dieser Ratgeber alle offenen Fragen rund um die Entfernung deiner Weisheitszähne beantwortet.

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